Coromandel

Coromandel Peninsula – etwas abseits gelegen und traumhaft schön

Wen man sich in Neuseeland etwas abseits der allgemeinen touristischen Rennstrecken bewegen möchte, ist die Coromandel Halbinsel sicher einen Abstecher wert.

Von Thames aus kommend fuhren wir entgegen des Uhrzeigersinns um die Halbinsel… Jedenfalls hatten wir das vor. Nach ca. 45min Fahrt kamen wir nach Tairua: Wasser, Hafen, Strand und schon blieben wir hängen.  Am Hafen und auf der gegenüber liegenden Seite neben der Marina gibt es einige Park- und Übernachtungplätze für „self-contained“ Wohnmobile und schon standen wir wieder direkt am Wasser. Uns hat Tairua so gut gefallen, dass ich kommendes Frühjahr auf‘s Fischen in der Bay of Island verzichte und dafür im März dem Schwertfisch hier nachstellen werde.


Von Tairua ging‘s nach Norden Richtung Whitianga. Nach ca. 30 Kilometern hieß es dann die Schaufel nehmen und Steven (unser Sohn) hat uns ein Becken mit heißem Wasser („hotpool“) direkt am Strand ausgegraben. Vorsicht, die Temperaturregelung ist nicht immer optimal und 90 Grad sprudelndes Wasser in ca. 1/2m Entfernung muss dringendst gekühlt werden.  Die Zufahrt zum Hot Water Beach ist bestens beschildert und wenn Backpacker am Straßenrand stehen, einfach mitnehmen.

Und dann entdeckten wir unsere Perle (leider derzeit noch nicht für Kinder unter 14 Jahren geöffnet)

Alan, ein Farmer in Whitianga, hat gehört, dass es irgendwo auf seinem Grund mal eine heiße Quelle gab und so fing er an zu bohren.

Nach 3 Versuchen fand er, was er suchte: heißes Wasser in über 600m Tiefe. Alan baute auf einer flachen Wiese einen Dschungel, einen künstlichen Vulkan, und eine Grotte. So war die „Lost Spring“, ein „Hot Pool“ der ganz besonderen Art, geboren.

www.thelostspring.co.nz

Nachdem wir einige Zeit in Whitianga verbracht hatten, fuhren wir weiter nach Norden Richtung Koautuna. Direkt am Ortseingang von Koautuna sollte man sofort rechts abbiegen: Ersten gibt es dort ein recht gutes, uriges Lokal, aber richtig toll sind die Sandstrände von Opito Bay. Da Opito Bay etwas abseits liegt, findet man dort leere Strände und die Straße dorthin ist sicher teilweise auch etwas spannend. Nach einem sonnigen Tag mit traumhaft klarem Wasser fuhren wir weiter zum Coromandel Township.

Coromandel Township ist ein kleines aber auch sehr gepflegtes Städtchen. Wenn man rechts abbiegt und ca. drei Kilometer fährt, trifft man wieder auf einen Exzentriker…..

Ein Töpfer aus Auckland war das Großstadtleben leid und zog nach Coromandel um dort seine Töpferei zu starten. Dafür brauchte er natürlich Ton, den er in ca. 300m Entfernung von seiner Werkstatt fand. Da er eisenbahnverrückt ist, baute er Schienenweg, Lokomotive und Tender und baute am Schienstrang weiter. Da es auch erheblich bergauf geht, baute er das ganze im Zickzack.

Seine Töpferei lief ganz gut und so nebenbei fuhr er auch Touristen in seiner Eisenbahn durch die Gegend. Seine Bauleidenschaft war allerdings nicht im Einklang mit den Wünschen seiner Bank und so wurde er deutlichst vom Bankmanager darauf hingewiesen, Geld für die Touristenfahrten zu nehmen.

Bis heute ist die Töpferei aktiv, das Eisenbahngeschäft ist mittlerweile eine feste Touristenattaktion und wirklich sehenswert:

drivingcreekrailway.co.nz